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Bert Hellinger wurde 1925 geboren und war als katholischer Ordenspriester auch mehrere Jahre in Südafrika tätig. Er verließ Anfang der 1970-er Jahre den Orden und wandte sich der Psychotherapie zu. Über die Gruppendynamik, die Primärtherapie, die Transaktionsanalyse und verschiedene hypnotherapeutische Verfahren kam er zu der ihm eigenen System- und Familientherapie.
Was ist eine Aufstellung?
Eine Aufstellung ist eine wirksame und tiefgreifende Methode, die Klarheit und Entwicklung zu persönlichen und beruflichen Fragen ermöglicht. Neben der „traditionellen Familienaufstellung“ können viele weitere Themen aufgestellt werden.
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Aufstellungen gehen auf die Arbeit von der amerikanischen Familientherapeutin Virginia Satir zurück und wurden durch Bert Hellinger allgemein bekannt. Neuere Entwicklungen erweitern die Sicht- und Arbeitsweise von Hellinger, indem sie sich stärker auf die Gegenwart und die inhaltlichen Anteile des Klienten beziehen. Sie lösen sich von dem Versuch, detaillierte inhaltliche Antworten zu den aufgeworfenen Themen zu geben. Dadurch vergrößert sich der Kontext in dem das Ergebnis einer Aufstellung gesehen, und vor allem erlebt werden kann.
In einer Aufstellung ist es nicht notwendig die tatsächliche inhaltliche Verwicklung aufzudecken. Es kann auf verschiedenen Strukturebenen gearbeitet werden. Damit kann den Erfahrungen des Lebens ein guter Platz gegeben werden und es ist möglich befreit weiter zu gehen.
Wie funktioniert eine Aufstellung?
Vor der eigentlichen Aufstellung findet ein Interview zwischen Berater und Klient statt, indem das Anliegen präzisiert und die einzelnen Anteile des jeweiligen Systems identifiziert werden. Aus den Teilnehmern wählt dann der Klient die Stellvertreter für die einzelnen Personen oder Aspekte dieses Systems und stellt diese intuitiv im Raum auf, so wie es seinem inneren Bild entspricht.
Als Teil des Systems erleben die Stellvertreter Wahrnehmungen und Gefühl, die den repräsentierten Personen bzw. Aspekten entsprechen. Durch Befragen der Stellvertreter, mit Umstellungen und Prozessarbeit gelangt man zu einem Bild in dem möglichst alle Beteiligten einen guten Platz finden und die aufstellende Person Klarheit über Lösungen und Entwicklungsschritte erhält.

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